“Unsere Kinder sind unser universeller Reichtum,
nicht unser Besitz.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch uns, aber nicht von uns.
Wir sollten ihnen unsere Liebe geben und gute reiche Gedanken.
Wir müssen ihren Körpern ein Zuhause geben und ihre Seelen achten.
Wenn wir wollen, können wir uns bemühen zu werden wie sie, aber wir dürfen sie nicht dahin bringen wollen, zu werden wie wir.
Denn das Leben geht nicht rückwärts und hält sich nicht auf beim Gestern”
ÄRZTLICHE OSTEOPATHIE / MANUELLE THERAPIE / ATLAStherapie bei Säuglingen:
DIE UNTERSUCHUNG ist für die Kleinen nicht mit Schmerzen und verbunden. Wir halten es daher für unbedenklich und ratsam, bei Hinweisen auf eine Störung oder Zweifeln frühzeitig Rat einzuholen. Je früher, desto besser! Die Untersuchung und Behandlung kann ab dem zweiten Lebenstag erfolgen. Sollten wir nach kurzer Untersuchung feststellen, dass keine Störungen vorliegen, dann werden wir auch keine weiteren Behandlungen durchführen! Erstaunlich viele Probleme bei den Kleinen sind über den Bereich der Kopfgelenke positiv zu beeinflussen. Mit dem Begriff Kopfgelenke sind der zweite und der erste Halswirbel und die Gelenkflächen der Schädelbasis gemeint. Sie werden auch Axis, Atlas und Condylen genannt. Dazu gehören auch die in diesem Bereich ansetzenden Muskeln, Bänder und Faszien mit ihren Rezeptoren, Nerven und Gefäßen. Eine Störung mit Bewegungseinschränkung und zumeist Asymmetrie nennen wir dann “Eine Blockierung der Kopfgelenke”.
ZUR BEHANDLUNG solcher Blockierungen wird, nach vorausgegangener Diagnostik durch manuelle osteopathische Untersuchung der Halswirbelsäule und durch einige Tests (und im Zweifel durch ein Röntgenbild der Halswirbelsäule) ein mechanischer Impuls in der Region der oberen Halswirbeln gesetzt. Hier wird kein Wirbel „eingerenkt“, denn es ist auch “nichts ausgerenkt”. (Tatsächlich ausgerenkte Wirbel sind eine absolute Rarität und werden in Narkose unter Röntgenüberwachung reponiert (positioniert) und nicht mit “knackenden” Techniken in der Praxis!). Es handelt sich bei der Behandlung (sehr wahrscheinlich) um eine Beeinflussung der Rezeptoren, die über direkte und indirekte Nervenverbindungen mit wichtigen vegetativen und sensorischen lokalen und zentralen Zentren inklusive dem Gleichgewichtsorgan und der Augensteuerung verbunden sind. Durch den schnellen Impuls scheint ein normalisierender Effekt der neuromuskulären Regulationsmechanismen angestoßen zu werden. Der Effekt zeigt sich oft sofort, spätestens aber innerhalb von 3 Wochen. Hat sich innerhalb von 3 Wochen keine Veränderung eingestellt sollte eine Kontrolluntersuchung und ggf. die Behandlung wiederholt werden.
Weitere Behandlungstechniken sind z.B. die MFR, die myofasziale release Technik. Sie funktioniert vermutlich über eine positive Beeinflussung der neuro-faszio-muskulären Wechselwirkungen. Über die kraniosakrale Therapie scheinen nicht selten zentrale Wechselwirkungen - möglicherweise über die in den Schädelnähten nachgewiesenen Rezeptoren - möglich zu sein. Manchmal sind Spannungsveränderungen der Schädelbasis im Bereich der SBS ausschlaggebend für Störungen der Beweglichkeit im sogenannten hochcervikalen Bereich (ein Begriff der neben den Kopfgelenken auch alles umgebende mit einbezieht). Besonders schonen lässt sich auf diesen Bereich mittels der Vomer-Technik Einfluß nehmen. Ich durfte diese von Gerard Piket in Hamm entwickelte Technik aus “1,5ter” Hand von Christine Kersten lernen und wende sie regelmäßig insbesondere bei Säuglingen an.
EINIGE TYPISCHE HINWEISE auf osteopathisch, manualtherapeutisch und mittels Atlas-Therapie behandelbare Störungen bei Säuglingen sind z.B.
ein Schiefhals / das Schräghalten des Kopfes, der Kopf wird nur zu einer Seite gedreht, eine Brust kann nicht oder schlechter genommen werden, der Kopf flacht auf einer Seite oder hinten ab (zumeist auch KISS (Kopfgelenk Induzierte Symmetrie Störung) oder TAS (Tonus Asymmetrie Syndrom) genannt. Details dazu erläutern wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch)
Störungen der Darmtätigkeit (den sogenannten 3-Monats-Koliken) und schmerzhafte Blähungen
Trink- und Saugstörungen, allgemeine Unruhe
häufiges und lang anhaltendes Schreien
ÜBRIGENS! Auch die werdende oder junge Mutter profitiert oft von einer Behandlung. Nicht nur Rückenschmerzen und Blockierungen während und nach einer Schwangerschaft können so oft unkompliziert und sicher behandelt werden!
Weiterführende Links zu den Websiten anderer Verbände, Vereine und Therapeuten:
KISS und KIDD: Störungen bei Säuglingen und Kindern (auch TAS, KUSS, KITA, …)
Links zu den Abstracts wissenschaftlicher Studien:
